Merseburger Bündnis ruft zu Protesten gegen Neonaziaufmarsch auf

Mit vielfältig und kreativen Aktionen soll Rechten der öffentliche Raum streitig gemacht werden

Neonazis instrumentalisieren seit vielen Jahren das Gedenken an die Ereignisse des 17. Juni 1953. Sie phantasieren sich in die Rolle vermeintlicher Freiheitskämpfer und reklamieren das Erbe des Arbeiteraufstands in der DDR für sich. Seit 2010 veranstaltet die lokale Neonaziszene in diesem Kontext wiederholt Demonstrationen in Merseburg. Das Merseburger Bündnis gegen Rechts ruft deshalb für den 21. Juni 2014 wieder zum vielfältigen, friedlichen und kreativen Protest gegen den Aufmarsch auf. Neonazis soll auch in Merseburg kein Raum gegeben werden.

Veranstaltungen wie diese nutzt die extrem rechte Szene zur Verklärung des Nationalsozialismus und der gezielten Besetzung des öffentlichen Raums. Sie dienen der Stärkung des Gruppengefühls innerhalb der Szene und sollen Macht auf der Straße demonstrieren und menschenverachtende Inhalte propagieren.

„Besonders nach den rassistischen Angriffen vom Jahresanfang ist für uns unerträglich, diejenigen, die für diese Angriffe Verantwortung tragen, erneut durch Merseburg marschieren zu sehen. Wir haben genug von Nazis und Rassisten!", heißt es im Aufruf des Merseburger Bündnis gegen Rechts. Mit gemeinsam getragenen, vielfältigen und kreativen Formen des Engagements ist geplant die Neonazi-Aktion nicht widerspruchslos hinzunehemen: „So bunt und vielschichtig unser Bündnis ist, so entschlossen und wirksam wollen wir uns den Vertretern der Naziideologie widersetzen und dafür alle geeigneten und friedlichen Protest- und Aktionsformen nutzen!“

Am 21. Juni 2014 wird es in Merseburg an vielen Orten der Stadt Protestkundgebungen, Mahnwachen, Kunstaktionen und Konzerte gegen den Neonaziaufmarsch geben. Mit dem Konzept soll der extremen Rechten der öffentliche Raum streitig gemacht werden.

Als Angebot an alle, die sich vor dem 21. Juni intensiver mit Formen friedlichen und kreativen Protests gegen den Neonaziaufmarsch auseinandersetzen wollen, bietet das Bündnis am 24. und 25. Mai ein Aktionstraining an.

Der Aufruf "Merseburg stellt sich quer!" kann auf der Internetseite des Bündnisses mitunterzeichnet werden.

Printmaterial: Aufruf (PDF) | Flyer (PDF)

 
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